Renault Alpine: Die Rückkehr der Rallye-Legende ist für 2017 geplant

In der Formel 1 ist Renault mit unverbrüchlicher Treue unterwegs. In Sachen Sportwagen hielt sich das französische Unternehmen 22 Jahre lang zurück. Jetzt kommt die Rallye-Legende Alpine zurück.

Bislang nur als „Vision“ vorgestellt, besteht an der Serien-Nähe des Konzepts kein Zweifel. Renault sagte dazu: „Aktuell entwickelt das Alpine Team einen Sportwagen zur Serienreife, der der Studie Alpine Vision in Design, Leichtbau, Handling und Agilität sehr nahekommt. Marktdebüt des Newcomers wird 2017 sein.“ Wenn das kein Versprechen ist, das die Alpine-Fans erfreuen wird...

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Renault Alpine A110 (links) und die Renault-"Vision"                    Fotos: Renault

Mit ihren markanten Sicken in den Karosserieflanken, der abgerundeten Fronthaube, den runden Scheinwerferpaaren, den niedrigen Seitenscheiben und der großen, flachen Heckscheibe zitiert die Alpine Vision das bekannteste Alpine Modell der Vergangenheit: die A110, die bei vielen Fans der Marke Kultstatus besitzt. Auch konzeptionell schlägt die Studie eine Brücke in die ruhmreiche Vergangenheit: Wie bei ihren Schwestermodellen rangieren bei der Alpine Vision Leichtbau und Agilität vor reiner Leistungsstärke. Als Motorisierung kommt ein von Renault Sport entwickelter Vierzylinder-Turbobenziner zum Einsatz. Der Mittelmotor beschleunigt den Zweisitzer in nur 4,5 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 km/h.

Die Armaturen versprechen Sportwagen-Ambiente

Die Armaturen versprechen modernstes Sportwagen-Ambiente

Die wohl berühmteste Alpine – sie waren immer weiblich – war der Typ A110. Die Leistung war 1962 mit 47 PS recht bescheiden. Die Leistung stieg dann auf 138 PS, in der Rallye-Version auf 200 PS. Dass sich diese Fahrzeuge dynamisch bewegen ließen, war der Philosophie zu verdanken, dass Gewicht wichtiger ist als Leistung. Anfangs wog die Alpine gerade mal 575 Kilogramm. Später kam der gallische Renner auf 730 Kilogramm. Die Produktion endete erst 1977 nach 7.489 Exemplaren.

Renault Alpine im zeitgemäßen Design

Renault Alpine im zeitgemäßen Design

Dann folgte 1977 die A310 als Zwei-plus-zwei-Sitzer mit Vierzylindermotor und 115 PS, die bald vom V6-Modell abgelöst wurde, das 150 PS stark war und bis zu 225 km/h schnell war. 1985 folgte die Alpine GT mit 158 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von 243 km/h. Bis 1991 entstanden in Dieppe 1.472 Renault Alpine GT und 5.266 Renault Alpine V6 Turbo. Das nennt man Exklusivität.

Der Alpine-Vergangenheit A110 wie aus dem Gesicht geschnitten.

Der Alpine-Vergangenheit A110 wie aus dem Gesicht geschnitten.

A610: sportliches Ende der Heckmotor-Ära

Mit der A610 kehrte die Renault Tochter Alpine 1991 wieder zur traditionellen Namensgebung zurück. Statt der seit A310-Tagen üblichen Scheinwerfer hinter Plexiglas erhielt der neue Renner aus Dieppe Klappscheinwerfer. Hinzu kamen seitliche Lufteinlässe vor den hinteren Radkästen und überarbeitete Stoßfänger. Renault bot die Alpine A610 ausschließlich als Turbo an. Der Hubraum stieg auf 2.975 Kubikzentimeter und die Leistung auf 250 PS. Damit waren 265 km/h Höchstgeschwindigkeit und 5,9 Sekunden für die Beschleunigung von 0 auf Tempo 100 möglich. 1994 endete die Karriere des vorläufig letzten Sportmodells mit dem ruhmreichen Namen Alpine.




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